Der schwer angeschlagene Smartphone-Hersteller Blackberry hat 250 Mitarbeiter seines Firmensitzes im kanadischen Waterloo entlassen. Die Angestellten waren in einer Testabteilung für Neuprodukte tätig, die der Forschungs- und Entwicklungssparte von Blackberry zuarbeitet.

Die Kündigungen seien «Teil der nächsten Phase unseres Kurswechsels, um die Effizienz zu steigern und unser Unternehmen für neue Möglichkeiten im Geschäft mit Mobilgeräten neu aufzustellen», sagte eine Konzernsprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Der einst als Technikpionier gefeierte kanadische Konzern hinkt der Konkurrenz von Samsung und Apple inzwischen weit hinterher, sein Marktanteil am globalen Smartphone-Geschäft ist laut einer aktuellen Erhebung auf 2,9 Prozent geschrumpft.

Ein Grund hierfür ist das Blackberry-eigene Betriebssystem der Geräte, die vorrangig für Geschäftsleute vermarktet werden und vor allem auf Bürokommunikation mit speziellen E-Mail- und Synchronisationsfunktionen ausgelegt sind.

Ende Januar hatte sich die Vorgängerfirma Research in Motion (RIM) in Blackberry umbenannt und das Smartphone-Modell Z10 mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 vorgestellt. Doch nach einer kurzzeitigen Rückkehr in die Gewinnzone verkündete das Unternehmen mit dem deutschen Chef Thorsten Heins Ende Juni wieder rote Zahlen: Der Verlust im ersten Quartal des im April begonnenen Geschäftsjahres betrug demnach 84 Millionen Dollar.

(vst/sda)

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