Der schwer angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry wechselt mit fast einer Milliarde Dollar Verlust im Gepäck den Besitzer. Im zweiten Geschäftsquartal (per Ende August) lag der Fehlbetrag bei 965 Millionen US-Dollar, wie das von dem Deutschen Thorsten Heins geführte Unternehmen mitteilte.

Der Konkurrent von Samsung Electronics und Apple hatte bereits vor kurzem vor tiefroten Zahlen gewarnt und legte nun konkrete Ergebnisse vor. Der Umsatz brach wie angekündigt auf 1,6 Milliarden Dollar ein. Experten hatten ein doppelt so hohes Volumen erwartet.

Vor möglicher Dekotierung

Blackberry soll für 4,7 Milliarden Dollar an den Finanzdienstleister Fairfax Financial des Unternehmers Prem Watsa verkauft werden, der als kanadischer Warren Buffett gilt. Nach dem Vorbild von Dell will Fairfax Blackberry nach der Übernahme von der Börse nehmen, um das Unternehmen zu sanieren.

Blackberry-Geräte waren früher vor allem bei Managern beliebt, weil sie damit auch unterwegs E-Mails schreiben können. Das Unternehmen verpasste dann aber den Trend zu berührungsempfindlichen Displays wie sie inzwischen bei den meisten Smartphones zum Einsatz kommen.

Während Blackberrys Ladenhüter sind, verdienen Samsung und Apple mit ihren Telefonen der Reihen Galaxy beziehungsweise iPhone viele Milliarden.

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(reuters/vst)