Der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock ist besorgt über das kurzfristige Denken an den Kapitalmärkten. Vorstandschef Larry Fink hat die europäischen Grosskonzerne laut «Handelsblatt» aufgefordert, mehr Geld in ihre Zukunft zu investieren, statt die Dividendenzahlungen weiter in die Höhe zu treiben. «Zu viele Firmen haben ihrer Kapitalausgaben zurückgefahren oder sogar höhere Schulden gemacht, um Dividenden und Aktienrückkäufe zu steigern», klagt Fink in einem Schreiben, das der Zeitung vorliegt. Die Unternehmen sollten wieder mehr Geld in Produkte, Innovationen aber auch in Übernahmen investieren.

Der Brief ging nach Informationen des «Handelsblatts» auch an alle deutschen Konzerne, an denen der Vermögensverwalter grössere Anteile hält. Dazu zählen etwa die Deutsche Telekom, Daimler, Linde, Siemens, VW und ProSiebenSat1.

Firmen glauben nicht an Wachstum

Gut zwei Drittel der Dax -Unternehmen stocken ihre Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr noch einmal auf. Insgesamt wollen die 30 wichtigsten deutschen Konzerne gut 28 Milliarden Euro ausschütten. Viele Firmen scheuten vor grösseren Investitionen zurück, weil sie nicht an ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum glauben, und weil ihnen der Schrecken der Finanzkrise noch in Knochen steckt, schreibt das «Handelsblatt».

(awp/dbe/sim)