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Vergütung
Blackrock machte Druck auf Managerlöhne

Blackrock: Hauptsitz in New York.Keystone

Der weltgrösste Asset Manager hat an den diesjährigen Generalversammlungen Druck auf die Topsaläre bei Schweizer Konzernen gemacht. Bei über vierzig SPI-Firmen stimmte er gegen den Vergütungsbericht.

Von Sven Millischer
am 06.09.2017

Von ABB bis Zehnder Group, über 40 SPI-Konzerne fanden bei Blackrock keine Gnade. Der weltgrösste Asset Manager hat bei diesen Unternehmen an den diesjährigen Generalversammlungen gegen den Vergütungsbericht und grossmehrheitlich auch gegen die Verwaltungsräte im Entschädigungsausschuss gestimmt. Darunter befinden sich prominente Wirtschaftsgrössen wie Swatch-Chef Nick Hayek oder Sika-Miteigner Urs Burkard. Dies zeigt eine Auswertung der «Handelszeitung» zum Abstimmungsverhalten von Blackrock, basierend auf öffentlich zugänglichen Daten.

«Comply oder explain. Wenn eine Firma ihren Standpunkt in der Vergütungspraxis nachvollziehbar begründen kann und dieser aus Kundensicht Sinn macht, dann lassen wir uns eher überzeugen», sagt Amra Balic, EMEA-Chefin des Blackrock Investment Stewardship. Die Qualität der Darlegung sei dabei ausschlaggebend. Balic und ihr Team legen das Voting-Verhalten fürs US-Finanzhaus fest.

Geringe Fortschritte bei Gender Diversity

Ein besonderes Augenmerk gibt Blackrock auch dem Frauenanteil in Verwaltungsräten. Dabei stellt Finanzmanagerin Balic hiesigen Firmen ein schlechtes Zeugnis aus: «Wir sehen in der Schweiz nur einen geringen Fortschritt, wenn es um Gender Diversity geht.» Gegen den Nominationsausschuss stimmte Blackrock beispielsweise bei den Banken EFG und Vontobel.

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