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Devisengeschäfte
Blackrock stärkt Hildebrand den Rücken

Philipp Hildebrand: Arbeitgeber Blackrock eilt dem einstigen SNB-Chef zur Hilfe. (Bild: Keystone)

Die Bundesanwaltschaft hat den ehemaligen SNB-Präsidenten ins Visier genommen. Philipp Hildebrands neuer Arbeitgeber, der weltgrösste Vermögensverwalter, nimmt den Vize-Chef in Schutz.

Von Vasilije Mustur
am 22.08.2013

Die Bundesanwaltschaft hat nach der Affäre um die umstrittenen Devisentransaktionen von Philipp Hildebrand den einstigen Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ins Visier genommen. Einen entsprechenden Bericht der «Weltwoche» bestätigt die Behörde gegenüber handelszeitung.ch: «Wir haben aufgrund der von der Staatsanwaltschaft Zürich weitergeleiteten Anzeige in diesem Zusammenhang ein Strafverfahren eröffnet.» 

Über die Beweggründe des Verfahrens schweigt sich die Bundesanwaltschaft aus. Allerdings berichtet die «Weltwoche», dass es sich beim Verfahren um den Verdacht auf Amtsmissbrauch oder eine Verletzung des Amtsgeheimnisses im Zusammenhang mit dem «Outing» von Hermann Lei und Alt Bundesrat Christoph Blocher dreht.

Blocher hatte nach Absprache mit Lei den Bundesrat unter Zusage höchster Geheimhaltung über die umstrittenen Devisengeschäfte von Philipp Hildebrand und seiner Gattin orientiert.

Blackrock präzisiert

Zwischenzeitlich hat Philipp Hildebrand zum Bericht der «Weltwoche»-Stellung genommen – wenn auch nur indirekt über seinen neuen Arbeitgeber. «Als ein Mann von höchster Integrität hat Philipp Hildebrand das Unternehmen unverzüglich über diese Angelegenheit informiert», erklärt ein Sprecher von Blackrock. 

Darüber hinaus erklärt der weltgrösste Vermögensverwalter, dass es um eine Anzeige betreffend Amtsgeheimnisverletzung gehe, «die bereits im Juli 2012 von einer Einzelperson erstattet wurde». Demnach sei laut Blackrock das Verfahren nicht von der Bundesanwaltschaft selbst initiiert worden. 

Ausserdem erklärt Blackrock gegenüber handelszeitung.ch, dass Hildebrand die Anschuldigungen entschieden zurückweise und der Bundesanwaltschaft gegenüber jede notwendige Untersützung leiste, um diese Angelegenheit zu klären. 

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