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«Blick»-Journalisten stellen sich hinter Chefredaktorin

Andrea Bleicher: Bisher nicht als Chefredaktorin bestätigt. (Bild: Keystone)

Die interimistische «Blick»-Chefredaktorin Andrea Bleicher steht laut einem Pressebericht vor der Ablösung. Redaktionskader wollen dies nun verhindern - mit einem Brief.

Veröffentlicht am 14.08.2013

Redaktionskader des «Blick» stellen sich hinter Andrea Bleicher, Chefredaktorin ad interim. In einem Brief an CEO Marc Walder fordern sie, Bleicher als Chefredaktorin zu bestätigen. Öffentlich gemacht hat den Brief die Branchenplattform persönlich.com.

Beim «Blick» bestätigte man zwar den Eingang des Schreibens, kommentieren könne man dieses momentan aber nicht, sagte Edi Estermann, Leiter der Kommunikation, auf Anfrage gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Auslöser für den Brief, war ein Bericht der «NZZ am Sonntag», in dem über die drohende Absetzung von Andrea Bleicher berichtet wurde. Sie solle laut der Zeitung durch den Wirtschaftspublizisten und ehemaligen «Facts»-Chefredaktor René Lüchinger ersetzt werden.

Keine Kritik an Lüchinger

Die Nichtbestätigung von Andrea Bleicher können sich die Redaktionsleitung, Ressortleiter und ihre Stellvertreter von «Blick», «Blick Online» und «Sonntagsblick» nicht erklären, wie es in dem Schreiben heisst.

Aus ihrer Sicht bestehe nicht die geringste Veranlassung dazu. Bleicher habe sich innert kürzester Zeit ausgezeichnet, sie habe der Zeitung auch persönlich ein Gesicht gegeben. «Doch diese fruchtbare Aufbruchstimmung soll nun offenbar, nach nur einem halben Jahr, enden», heisst es in dem Brief. Die einhellige Reaktion darauf sei Konsternation.

Dabei gehe es den Verfassern des Briefs nicht um die fachlichen und menschlichen Qualitäten von Lüchinger, heisst es in dem Schreiben. Es gehe vielmehr um die Frage, ob ein Wechsel nötig sei, und was er für Folgen hätte.

(tno/sda)
 

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