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Medien
Blick legt «Paywall» auf Eis

Marc Walder: Der Ringier-Präsident will die Bezahlschranke verschieben. (Bild: Keystone)

Das Medienhaus Ringier macht einen Rückzieher und will die digitale Bezahlschranke des «Blicks» auf unbestimmte Zeit verschieben.

Veröffentlicht am 17.04.2013

Das Medienhaus Ringier will die Internet-Bezahlschranke beim «Blick» nun doch nicht wie angekündigt in diesem Herbst hochziehen. Man sei gerne Pionier, sagte Verwaltungsratspräsident Michael Ringier.  

Man wolle aber zuerst von anderen Medienhäusern lernen und beobachten, wie sich die Leser verhalten. Abschauen will Ringier nicht zuletzt bei der deutschen Boulevard-Zeitung «Bild», welche die Paywall in diesem Sommer hochzieht. 

Unklar sei zudem auch noch, welche Inhalte hinter die Bezahlschranke verschoben werden sollen und welche nicht. «Wenn man von den Lesern Geld will, muss man etwas Besonderes bieten.» Was dieses «Besondere» sein soll, muss Ringier nun erst noch klären. 

Das Medienunternehmen Ringier hat im Jahr 2012 einen Gewinn von 32,3 Millionen Franken erzielt. Der Gewinneinbruch vom Vorjahr konnte damit gebremst werden. 

Der Umsatz im Jahr 2012 betrug 1,087 Milliarden Franken. Das sind 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Haupteinnahmequelle blieb das traditionelle Print-Geschäft. Die Einnahmen aus dem digitalen Geschäft stiegen aber erneut an und betragen mittlerweile 18 Prozent (Vorjahr 13 Prozent). 

Ringier-Chef Marc Walder ist mit dem Geschäftsjahr 2012 zufrieden. Es sei ein wegweisendes Jahr gewesen, ein Jahr der Ankäufe und der Neu-Organisation, sagte er am Mittwoch vor den Medien in Zürich.

(muv/aho/sda/awp)

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