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Bloomberg erwägt Kauf der Financial Times Gruppe

Ist Michael Bloomberg bald der neue Besitzer der Financial Times? (Bild: Keystone)

Offenbar will der New Yorker Bürgermeister die Financial Times Gruppe vom britischen Medienkonzern Pearson übernehmen. Der Wert der Gruppe wird auf 1,2 Milliarden Dollar geschätzt.

Veröffentlicht am 10.12.2012

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg und Gründer der gleichnamigen Finanzagentur prüft einem Zeitungsbericht zufolge den Kauf der Financial Times Gruppe. Dies berichtete die «New York Times» («NYT») unter Berufung auf drei Personen aus dem Umfeld des Bürgermeisters.

Zu der Gruppe gehört neben der Finanzzeitung «Financial Times» auch die Hälfte des Magazins «The Economist». Aktueller Besitzer der Financial Times Gruppe ist der britische Medienkonzern Pearson.

Die «NYT» berichtete, ein auf die Medienbranche spezialisierter Banker, der die Financial Times Gruppe gut kenne, rechne mit einem Verkauf Anfang nächsten Jahres. Spekulationen über einen Verkauf der renommierten Finanzzeitung wurden zuletzt auch durch einen Führungswechsel bei Pearson genährt. Zwei der wichtigsten Verlagsmanager stehen vor dem Ausscheiden.

Analysten schätzten den Wert der Gruppe dem Bericht zufolge auf 1,2 Milliarden Dollar. Für den Nachrichten- und Finanzdatenanbieter Bloomberg wäre der Betrag nach Einschätzung der «NYT» zu stemmen. Die nicht börsennotierte Agentur Bloomberg erzielte der Zeitung zufolge im Jahr 2011 einen Umsatz von 7,6 Milliarden Dollar.

Bei Bloomberg sei intern aber auch darüber diskutiert worden, lieber die digitale Plattform «LinkedIn» zu kaufen. Der «NYT» zufolge betrachtet Bloomberg-Chef Daniel Doctoroff den Kauf einer Zeitung skeptisch.

Ein Sprecher des Bürgermeisters lehnte eine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht ab. Bei Michael Bloomberg selbst sowie bei Pearson war in der Nacht zum Montag niemand zu erreichen.

(rcv/chb/sda)

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