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Datenleck
Bloomberg-Skandal erreicht die Schweiz

Bloomberg Tower in New York: Von hier aus wurden die Journalisten aktiv. (Bild: Keystone)

Die Schweizerische Nationalbank untersucht, ob Journalisten des amerikanischen Finanzdienstleisters auch Zugriff auf ihre Daten gehabt haben.

Veröffentlicht am 15.05.2013

Die Affäre um mangelnden Datenschutz beim amerikanischen Finanzdienstleister Bloomberg ruft jetzt auch die Schweiz auf den Plan. «Die Schweizerische Nationalbank untersucht, ob Bloomberg-Journalisten Nutzungsdaten von Bloomberg-Terminals bei der SNB eingesehen haben könnten», erklärte Sprecher Walter Meier. Die SNB sei in dieser Sache mit anderen Zentralbanken in Kontakt.

Rund um den Globus prüfen Notenbanken derzeit, ob vertrauliche Daten für Bloomberg-Journalisten zugänglich waren, darunter die US-Notenbank Fed, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank von Japan. Bloomberg betonte zuletzt, dass die wichtigen Kundendaten stets geschützt gewesen seien.

Vertrauliche Daten zugänglich

Bloomberg-Journalisten hatten bis vor kurzem aber Zugang zu einigen Nutzerdaten, die als vertraulich eingestuft werden. Dies war vergangene Woche an die Öffentlichkeit gedrungen, nachdem sich die US-Investmentbank Goldman Sachs beschwert hatte.

Anschliessend hatte der ThomsonReuter -Rivale die Lücke nach eigener Auskunft geschlossen. Bloomberg hat sich für die Praxis entschuldigt.

(vst/se/reuters)

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