BMW baut sein US-Werk in Spartanburg kräftig aus und produziert dort künftig mit dem neuen X7 auch einen noch grösseren Geländewagen. Die Kapazität in der Fabrik in South Carolina steige bis 2016 von derzeit 300'000 auf 450'000 Fahrzeuge pro Jahr, sagte Konzernchef Norbert Reithofer.

Dazu investiere BMW 1 Milliarden Dollar in das Werk, in dem bisher die Geländewagenmodelle X3, X4, X5 und X6 gefertigt werden. Der X7 mit drei Sitzreihen soll dort für den Weltmarkt produziert werden. BMW bedient mit dem Modell nicht nur die wachsende Nachfrage der Kundschaft nach grossen, teuren Geländewagen, sondern eifert zudem der Konkurrenz nach, die solche Fahrzeuge bereits angekündigt hat.

Rund 5 Millionen SUV

Die Münchner nehmen für sich in Anspruch, das Segment der sogenannten SUVs (Sports Utility Vehicles) als Autos für den Stadtverkehr in Deutschland begründet zu haben. Zuvor waren die meist mit Allradantrieb ausgestatteten Geländewagen vorwiegend als kleine Nutzfahrzeuge in Land- und Forstwirtschaft im Einsatz.

BMW brachte 1999 den X5 auf den Markt. In den USA wurden damals laut Marktforschungsinstitut LMC Automotive 3,2 Millionen SUVs verkauft, das entsprach 19 Prozent des Gesamtmarktes. Im vergangenen Jahr waren es demnach bereits 4,98 Millionen Geländewagen oder 32 Prozent Marktanteil.

(sda/dbe)

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