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BMW: Konsumentenschutz findet Busse zu tief

126 Millionen Franken soll BMW hinblättern. (Bild: Keystone)

Zwar begrüsst die Stiftung für Konsumentenschutz die Sanktion der Weko gegen BMW. Doch die Massnahmen reichen ihr nicht aus.

Veröffentlicht am 24.05.2012

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) begrüsst die Sanktion der Wettbewerbskommission (Weko) gegen BMW. Sie zeigt sich aber enttäuscht darüber, dass die Busse nicht höher ausfällt. Die Schweizer Wettbewerbskommission büsst BMW wegen der Behinderung von Direkt- und Parallelimporten mit 156 Millionen Franken.

Laut Weko habe BMW erst seit Herbst 2010 den Markt systematisch behindert, schrieb die SKS. Sie selber geht allerdings davon aus, dass diese Behinderung tatsächlich schon viel früher stattgefunden hat, wie sie mitteilte.

Auch sei der Verstoss nicht nur mittelschwer, wie von der Weko festgestellt, sondern BMW schädige direkt die Schweizer Volkswirtschaft, indem den einzelnen Konsumentinnen und Konsumenten Tausende von Franken entzogen worden seien.

Wichtiger Leitentscheid

Die Weko-Sanktion sei ein wichtiger Leitentscheid im Kampf gegen überteuerte Importprodukte, der auch für andere internationale Anbieter Signalwirkung erzielen könne.

Die SKS fordert die Weko auf, weitere solche Leitentscheide in anderen Branchen (Haushaltsgeräte, Sportartikel, Pflege- und Hygieneprodukte, Zeitschriften und weitere) zu fällen und damit effektiv gegen ungerechtfertigt hohe Preise vorzugehen. Zudem müsse das Kartellgesetz verschärft werden, sodass bereits unzulässige Preisdifferenzen die Weko zur Untersuchung bemächtigten.

(laf/sda)

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