Mit einem Absatzrekord im August ist BMW seinem Jahresziel 2014 von mehr als zwei Millionen verkauften Fahrzeugen ein Stück näher gekommen. Weltweit setzte der Münchner Autokonzern in dem Monat 145’902 Autos ab. Das waren 4,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Sowohl in Asien als auch in Amerika sowie Europa fanden sich mehr Käufer, wie BMW am Mittwoch mitteilte.

Für die ersten acht Monate summieren sich die Verkaufszahlen damit auf 1,33 Millionen Fahrzeuge. «Wir sind deshalb weiterhin zuversichtlich, unser Absatzziel von über zwei Million Fahrzeugen im Gesamtjahr 2014 zu erreichen», sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson. Im vergangenen Jahr waren es 1,96 Millionen Autos.

Nicht alle Segmente wachsen

Das Wachstum erstreckt sich über viele Segmente: Der BMW 3er verzeichnete per August ein Absatzplus von 5 Prozent. Seit Jahresbeginn wurden über 300'000 3er-Modelle an Kunden ausgeliefert. Damit bleibt er Spitzenreiter. Die Fahrzeugauslieferungen des neuen BMW 4er, der 2013 im Markt eingeführt wurde, stiegen auf mehr als 67'000 Einheiten. Auch der BMW 5er verzeichnete mit über 250’000 Fahrzeugauslieferungen einen Zuwachs von 5,4 Prozent. Prozentual am stärksten stieg der Absatz des BMW X5: 33 Prozent.

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Der Absatz der Marke «Mini» verzeichnete hingegen im August mit fast 20’000 Fahrzeugen einen Rückgang von 5,6 Prozent. Der Absatz seit Jahresbeginn liegt mit leicht mehr als 175’000 Autos weit unter dem Wert des Vorjahres, ganze 9 Prozent. Dies sei auf den Modellwechsel beim «Mini Hatch» zurückzuführen, schreibt die BMW Group.

Produktionsstandort München wird gestärkt

Der Autobauer BMW hat hohe Investitionen in sein Münchner Stammwerk bestätigt. In den kommenden Jahren solle der Standort mit einer dreistelligen Millionensumme gestärkt werden, sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch in München. Zur genauen Höhe werde sich BMW aber erst nach Abschluss der Gespräche mit der IG Metall und dem Betriebsrat äussern.

Nach Angaben der IG Metall sind Investitionen in Höhe von 700 Millionen Euro geplant. Damit werde der Produktionsstandort langfristig gesichert, sagte Münchens IG Metall-Chef Horst Lischka. «Eine Investition von 700 Millionen Euro war in der derzeitigen Situation alles andere als selbstverständlich und ist ein klares Bekenntnis von BMW zum Stammwerk München.»

Auch die bisherige Pausenregelung für die rund 7800 Beschäftigten in dem Werk soll weitgehend erhalten bleiben. Insgesamt soll es 45 Minuten bezahlte Pausen geben. Dazu gehört auch die traditionelle Brotzeitpause von 15 Minuten. Sie gilt für alle 68’000 Beschäftigten in den bayerischen BMW-Werken München, Regensburg, Dingolfing, Landshut sowie weiteren kleineren Standorten.

(awp/ise/ama)