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Fragwürdig
BNP Paribas droht Milliarden-Busse

BNP Paribas: Fragwürdige Finanzgeschäfte gefallen den USA nicht.   Keystone

Das Busse-Verteilen im Finanzsektor geht weiter. Die französische Grossbank soll rund fünf Milliarden Dollar an Strafgelder in den USA zahlen. Hintergrund sind mögliche Verstösse gegen US-Sanktionen.

Veröffentlicht am 21.05.2014

Der französischen Grossbank BNP Paribas droht in den USA einem Medienbericht zufolge eine Strafe von mehr als fünf Milliarden Dollar wegen mutmaßlicher Verstösse gegen US-Sanktionen. Die genaue Höhe der Strafe sei aber noch nicht festgelegt, berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Vergangene Woche hatten mehrere Insider zu Reuters gesagt, Frankreichs grösste Bank verhandele mit den US-Behörden über eine Strafe von mehr als drei Milliarden Dollar, um die Ermittlungen beizulegen und damit die Lizenz in den USA behalten zu dürfen. Von BNP und den US-Behörden war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Finanzgeschäfte mit dem Iran

Hintergrund sind mutmassliche Finanzgeschäfte der Bank mit dem Iran, aber auch Verstösse gegen Strafmassnahmen, die die USA gegen den Sudan und andere Staaten verhängt haben. BNP-Finanzchef Lars Machenil hatte vor kurzem gewarnt, die bislang zurückgestellten 1,1 Milliarden Dollar reichten womöglich bei weitem nicht aus, um eine drohende Strafzahlung zu schultern.

Mit der höchsten Geldstrafe in der Schweizer Bankengeschichte hatte am Tag zuvor die Credit Suisse einen jahrelangen Steuerstreit mit den USA beigelegt. Die zweitgrösste Bank des Landes zahlt mehr als 2,5 Milliarden Dollar und kann die wichtige Lizenz in New York damit behalten.

(reuters/dbe)

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