Frankreichs Staatschef François Hollande beschwert sich bei seinem amerikanischen Amtskollegen Barack Obama über die angedrohte US-Milliardenstrafe gegen BNP Paribas. Die im Raum stehende Summe von mehr als zehn Milliarden Dollar sei ungerechnet und vollkommen unverhältnismässig.

Er werde das Thema bei einem Abendessen mit Obama an diesem  ansprechen, erklärte Hollande am Rande des G7-Gipfels in Brüssel. Er verwies darauf, dass die BNP Paribas eine führende Bank der Eurozone sei. Deswegen könnten die Sanktionen sogar finanzielle und wirtschaftliche Konsequenzen für die gesamte Währungsgemeinschaft haben.

Sanktionen umgangen

US-Behörden wollen eine Milliardenstrafe gegen die BNP Paribas verhängen, weil sie US-Sanktionen gegen den Iran und andere Staaten umgangen hat. Hollande hatte sich darüber bereits vor Wochen in einem Brief an den US-Präsidenten beschwert.

(sda/dbe)