Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst hat im ersten Halbjahr 2011 den Umsatz um 0,4 Prozent auf 562,2 Millionen Franken gesteigert. Der Betriebsverlust (Ebit) sank leicht auf 24,2 (Vorjahr 27,3) Millionen Franken. Der Reinverlust vergrösserte sich aber von 23,5 auf 27,7 Millionen Franken.

In Lokalwährungen habe ein klares Umsatzwachstum realisiert werden können, heisst in einer Mitteilung von Bobst. Der starke Schweizer Franken habe jedoch einen noch nie dagewesenen negativen Einfluss auf die Profitabilität sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe gehabt. Beim 2009 gestarteten Transformationsprogramm sei man aber weiterhin auf Kurs.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 1,25 Milliarden Franken, dies jedoch zu konstanten Wechselkursen. Damit senkt Bobst den Ausblick von Ende März. Damals hatte Geschäftsführer Jean-Pascal Bobst vor den Medien erklärt, dass für das Gesamtjahr mit einem Umsatz von 1,3 Milliarden bis 1,4 Milliarden Franken gerechnet werde.

Auf Basis der momentanen Wechselkurssituation erwartet Bobst jedoch, die operativen Ergebnisse für das Gesamtjahr verbessern zu können. Man werde weitere Massnahmen ergreifen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Tätigkeiten zu steigern, heisst es. Das abkühlende weltweite Wirtschaftswachstum könnte indes den Auftragseingang negativ beeinflussen.

Die Bobst-Papiere (Aktienkurs Bobst) wurden am Morgen an der Börse massiv abgestossen (Stand 12.35 Uhr: - 4,57 Prozent). Die Ergebnisse waren klar unter den Erwartungen ausgefallen, vor allem auf operativer Ebene.

(rcv/tno/awp/sda)