Für 2011 weist Bobst noch einen konsolidierten Reingewinn von 2,5 Millionen Franken aus, nach 49,3 Millionen Franken im Vorjahr. Allerdings liegt die Gruppe damit klar über der im Februar gemachten Prognose, wonach der Reingewinn nahe am Break Even ausfallen werde. Der Ebit betrug 27,5 Millionen nach 61,3 Millionen im Vorjahr. Die Kosten seien insgesamt um über 52 Millionen vermindert worden, wie der Verpackungsmaschinen-Hersteller in einer Mitteilung schreibt.

Unter Ausklammerung von Sondereffekten und Restrukturierungskosten resultierte ein Betriebsergebnis von 35,8 Millionen nach -4,3 Millionen. Unter dem Strich blieb ein Nettoergebnis von 8,9 (VJ -1,8) Millionen. Dies bestätige die erfolgreiche Umsetzung des Turnarounds, so Bobst.

Mit den ausgewiesenen Konzernzahlen übetraf Bobst die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Zürcher Kantonalbank hatte den Ebit auf 7,2 Millionen Franken und den Verlust auf 1 Milllion Franken geschätzt. Die Bank Vontobel hatte einen Ebit von 5,6 Millionen Franken und einen Verlust von 0,1 Millionen in Aussicht gestellt.

Erneut keine Dividende

Der Umsatz sank im Berichtsjahr geringfügig auf 1,27 Milliarden Franken, wie bereits Mitte Februar mitgeteilt wurde. In lokalen Währungen nahmen die Verkäufe um 8,5 Prozent zu. Der Auftragseingang habe sich 2011 als Folge der Schuldenkrise in Europa und der Wechselkursvolatilität abgeschwächt. Zum Jahresende lag der Auftragsbestand um 5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

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Auf eine Dividendenauszahlung wird erneut verzichtet, dies angesichts des nach wie vor herausfordernden Marktumfeldes und der Investitionskosten im Zusammenhang mit der Transformation. Letztmals hatte Bobst für 2007 eine Dividende von 3,50 Franken ausbezahlt.

(tno/awp)