Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst hat im Geschäftsjahr 2014 den Ebit um 35 Prozentauf 81,7 Millionen Franken und die Ebit-Marge um 180 Basispunkte auf 6,3 Prozentgesteigert. Der Reingewinn hat sich auf 53,0 Millionen knapp verdoppelt. Die Dividende soll denn auch auf 1,25 Franken von 0,75 Franken im Vorjahr klar angehoben werden. Davor hatte Bobst fünf Jahre lang keine Dividende ausbezahlt.

Diese wesentliche Verbesserung sei auf die erstmals für ein volles Geschäftsjahr wirkenden Massnahmen des Transformationsprogramms zurückzuführen, teilt das Unternehmen mit. Ausserdem habe die sehr gute Auslastung der Produktionskapazitäten, welche an die Nachfrage angepasst worden seien, zum guten Ergebnis beigetragen.

Erwartungen übertroffen

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Die Banken ZKB und Vontobel hatten für den Ebit einen Wert von 75,4 Millionen bzw. von 70,4 Millionen vorhergesagt sowie für den Reingewinn 37,8 Millionen bzw. 32,3 Millionen Franken. Anlässlich der Veröffentlichung der Umsatzzahlen im Februar hatte Bobst eine Ebit-Marge im Bereich von 5 Prozentangekündigt, die nun ebenfalls übertroffen wurde.

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Der Umsatz war bereits Mitte Februar bekanntgegeben worden: Er ging um 4,0 Prozentauf 1,30 Milliarden Franken zurück. Dabei haben Währungseinflüsse den Umsatz mit 9 Millionen oder 0,7 Prozentnegativ beeinflusst. Nach Geschäftseinheiten aufgeteilt blieb der Umsatz mit Sheet-fed-Produkten im Vergleich zum Vorjahr mit 639 Millionen Franken stabil.

Umsatz-Prognose bestätigt

Die Nachfrage nach Produkten für die Wellpappenindustrie sei stark und habe die schwächere Nachfrage nach Faltschachtelindustrie-Produkten kompensiert, hiess es damals. Die Umsätze mit Web-fed-Produkten verringerten sich nämlich um 16 Prozentauf 283 Millionen, wobei der Rückgang im Wesentlichen auf eine geringere Nachfrage nach Spezialmaschinen und komplexen Produktionslinien zurückzuführen sei. Die Umsätze in der dritten Geschäftseinheit Dienstleistungen und Ersatzteile blieben mit 377 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr stabil.

Die bisherige Prognose für den Umsatz im laufenden Jahr bestätigt Bobst. Demnach soll bei einem Euro-Franken-Kurs von 1,05 Franken sowie einem Dollar-Kurs von 0,92 Franken ein Umsatz im Bereich von 1,15 bis 1,23 Milliarden Franken erreicht werden. Neu stellt das Unternehmen für 2015 eine Ebit-Marge von über 5 Prozentsowie eine Reingewinnmarge von über 3 Prozentin Aussicht, dies unter Berücksichtigung der positiven Auswirkungen der zusätzlichen Effizienzmassnahmen, welche seit dem 15. Januar 2015 eingeleitet worden seien sowie unter Ausschluss unvorhergesehener Umstände.

Mindestkurs-Ende verzögert das Erreichen der Ziele

An den Mittelfristzielen hält das Unternehmen fest, demnach soll eine EBIT-Marge von mindestens 8 Prozentsowie eine Rendite auf den eingesetzten Kapital (ROCS) von mindestens 15 Prozenterreicht werden. Allerdings werde es bis zur Erreichung dieser Ziele wegen des SNB-Entscheids vom Januar länger dauern.

Weiter teilt Bobst mit, dass die bisherigen fünf Verwaltungsräte für ein weiteres Jahr wiedergewählt werden sollen. Neu soll Gian-Luca Bona, CEO der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA in das Gremium gewählt werden.

(awp/dbe/ama)