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Bobst zurück in den schwarzen Zahlen

Verpackungsmaschinen-Produktion in Mex, Kanton Waadt (Bild: Keystone)

Der Verpackungsmaschinen-Hersteller Bobst ist im Geschäftsjahr 2010 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach einem schwierigen Vorjahr hat die Gesellschaft zu Wachstum und zu Profitabilität zurück

Veröffentlicht am 30.03.2011

Die Rückkehr von Bobst in die Gewinnzone gelang dank Einmaleffekten, aber auch ohne diese schliesst die Rechnung nur noch leicht im roten Bereich. Für das Geschäftsjahr 2010 resultiert ein Betriebsgewinn (EBIT) von 61,3 Millionen Franken, nach einem Betriebsverlust von 175,2 Millionen im Vorjahr.

Der Reingewinn wird mit 49,3 Millionen Franken ausgewiesen, nachdem 2009 noch ein Fehlbetrag von 160,7 Millionen resultiert hatte, wie der Waadtländer Verpackungsmaschinen-Hersteller am Mittwoch mitteilte.

Bereinigt um die Kosten für die Transformation der Gruppe und Einmaleffekte hat sich ein Betriebsverlust von 4,3 Millionen und ein Reinverlust von 1,8 Millionen Franken ergeben. Der entsprechend bereinigte Betriebsverlust für das Vorjahr wird mit 106,1 Millionen Franken angegeben.

Erwartungen der Analysten teilweise erreicht

Der Umsatz stieg um rund 21 Prozent auf 1280 Millionen Franken, wie bereits Mitte Februar mitgeteilt wurde. Die deutlichen Fortschritte sind vor allem auf den Geschäftsbereich Sheet-fed zurückzuführen, der bei einem Umsatzanstieg auf 625,7 Millionen das Betriebsergebnis auf -0,1 Millionen Franken verbesserte (Vorjahr -160,9 Millionen).

Deutliche Verbesserungen resultierten auch im Geschäftssegment Web-fed. Dort nahm der Umsatz  auf 363,7 Millionen Franken zu und es wird ein Betriebsgewinn von 6,1 Millionen Franken (Vorjahr -43,0 Millionen) ausgewiesen. Services verbesserte die Profitabilität deutlich von 31 auf 52,6 Millionen Franken.

Der Generalversammlung wird wiederum vorgeschlagen, keine Dividende auszuschütten. Begründet wird der Dividendenverzicht damit, dass lediglich infolge von Einmal-Effekten ein Gewinn ausgewiesen werden kann. Letztmals zahle Bobst für 2007 eine Dividende von 3.50 Schweizer Franken aus.

Soliderer Autragsbestand

Für das laufende Jahr stellt das Management einen Umsatz von 1,3 bis 1,4 Milliarden Franken in Aussicht. Der Auftragsbestand zu Beginn 2011 sei besser als Anfang 2010, was eine höhere Auslastung der Produktionskapazitäten erlaube.

Das laufende Geschäftsjahr werde zwar zahlreiche Möglichkeiten bieten, sei aber auch von Unsicherheiten geprägt. Der Transformationsprozess der Gruppe werde fortgesetzt und die bereits 2010 verzeichneten positiven Auswirkungen sollten sich wiederum bemerkbar machen. Das Ergebnis der Gruppe könnte auch von Wechselkursschwankungen und möglichen ungünstigen Entwicklungen wie die kürzlichen Ereignisse in Japan oder im Nahen Osten deutlich beeinflusst werden.

(cms/rcv/awp)

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