Der Flughafen London Heathrow ist am Freitag wegen eines Feuers an Bord eines leeren Flugzeuges vom Typ Boeing 787 «Dreamliner» vorübergehend geschlossen worden. Es seien keine Passagiere an Bord der Maschine von Ethiopian Airlines gewesen, sagte ein Flughafensprecher.

Fernsehbilder zeigten den von Feuerwehrautos umgebenen Flieger. Am hinteren, oberen Teil des Rumpfs waren Schäden zu erkennen.

Die Boeing-Papiere stürzten im Dow zeitweise knapp unter die Marke von 99 US-Dollar und verloren zuletzt noch 4,75 Prozent auf 101,80 Dollar.

Sowohl Starts als auch Landungen wurden gegen 16.30 Uhr Ortszeit eingestellt, was zu zahlreichen Verspätungen führte. Eineinhalb Stunden später wurden die Bahnen wieder geöffnet.

Seit der Einführung des Boeing «Dreamliners» gab es Probleme mit der hochmodernen Maschine, vor allem mit den Batterien. Ob ein Defekt an einer Batterie den Brand in Heathrow auslöste, war unklar. Ein Boeing-Sprecher erklärte, man habe Experten vor Ort und werde die Ursache so schnell wie möglich klären.

Boeings «Dreamliner» ist in den vergangenen Monaten immer wieder durch Pannen aufgefallen. Das hochmoderne Flugzeug hatte nach zwei Zwischenfällen mit verschmorten Batterien zu Beginn des Jahres sogar drei Monate Startverbot. Zwischenzeitlich hat Boeing die Konstruktion überarbeitet. Fluggesellschaften hatten aber auch Ärger unter anderem mit dem Bremssystem.

Die Londoner Feuerwehr erklärte, sie sei zur Unterstützung der Rettungskräfte in Heathrow im Einsatz. Nach Angaben des Flughafens müssen Passagiere mit Verspätungen bei Starts und Landungen rechnen und sollten den Status ihres Fluges im Auge behalten.

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(tke/sda/reuters)