Der mit einem Flugverbot belegte Dreamliner von Boeing könnte nach Angaben von Vertretern des US-Flugzeugbauers in wenigen Wochen wieder in der Luft sein. Während er zuvor von Monaten ausgegangen sei, rechne er nun mit Wochen, sagte Boeing-Manager Ray Connor in Tokio.

Es hänge davon ab, wie schnell das Flugzeug den Zertifizierungsprozess durchlaufe. Der Projektleiter der Boeing 787, Mike Sinnett, sagte, die Dreamliner seien sicher. «Ich werde oft gefragt, ob das Flugzeug noch sicher ist. Meine Antwort lautet: absolut», sagte er.

Alle weltweit eingesetzten Dreamliner müssen seit Mitte Januar am Boden bleiben. Die US-Flugaufsicht FAA hatte nach einer Pannenserie ein weltweites Flugverbot verhängt, weil die eingebauten Lithium-Ionen-Batterien überhitzen können.

Betroffen sind 50 Flugzeuge, von denen ein Grossteil den japanischen Fluggesellschaften All Nippon Airways und Japan Airlines gehört. Am Dienstag hatte die FAA einen von Boeing vorgelegten Plan gebilligt, mit dem der Flugzeugbauer sein modifiziertes Batteriesystem prüfen will.

Vorrichtungen gegen Feuchtigkeit

Die Verbesserungen an den brandgefährdeten Batterien sollten in den nächsten Wochen abgeschlossen werden, teilte der Airbus-Konkurrent in der Nacht zum Freitag mit. Boeing hat die Neuerungen zusammen mit dem japanischen Batteriehersteller GS Yuasa und dem französischen Technologiekonzern Thales entwickelt.

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Den Angaben zufolge wollen Boeing und seine Partner die Zellen der Batterie künftig stärker voneinander abschotten. Das Batteriegehäuse soll zudem von einem Edelstahl-Mantel umfasst werden.

Ausserdem sollen die Lithium-Ionen-Akkus nicht mehr so stark aufgeladen und entleert werden dürfen wie bislang. Vertiefungen im Boden des Batteriegehäuses sollen entstehende Feuchtigkeit auffangen, die vermutlich zuvor zu Kurzschlüssen geführt hatte

(tno/jev/aho/sda/awp)