1. Home
  2. Unternehmen
  3. Boeing hofft auf Mega-Deal mit Kuwait

Kampfjets
Boeing hofft auf Mega-Deal mit Kuwait

Super Hornet: Kuwait will seine Militärausrüstung auf Vordermann bringen. Keystone

Dem US-Flugzeugbauer steht offenbar ein schwergewichtiger Deal mit Kuwait bevor. Der arabische Wüstenstaat wolle laut Insidern Kampfjets im Wert von über drei Milliarden Dollar kaufen.

Veröffentlicht am 07.11.2015

Nach Airbus winkt auch dem US-Rivalen Boeing eine milliardenschwere Kampfjet-Bestellung aus Kuwait. Boeing-Manager Paul Oliver deutete am Samstag an, dass dazu eine Entscheidung anstehe. Offene Fragen würden voraussichtlich bald geklärt, sagte er, ohne Kuwait ausdrücklich zu nennen. Oliver antwortete auf die Frage, ob die Verhandlungen mit dem Emirat Fortschritte machten. Die Gespräche wurden bislang nicht offiziell bestätigt.

Mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen zufolge wird über den Kauf von Kampffliegern im Wert von über drei Milliarden Dollar verhandelt. Konkret gehe es um 24 Maschinen des Typs F/A-18E/F Super Hornet.

Kuwait will Armee modernisieren

Im September hatte Kuwait eine Absichtserklärung zum Erwerb von 28 Kampfjets des Eurofighter-Konsortiums unterschrieben, dem neben Airbus der britische Konzern BAE Systems und die italienische Finmeccanica angehören. Nach Auskunft von Insidern aus Italien könnte sich der Deal auf bis zu acht Milliarden Euro belaufen.

Wie andere Staaten aus der Golfregion und dem Nahen Osten sieht Kuwait neue Bedrohungen unter anderem durch den Iran sowie den Bürgerkrieg im Jemen und will daher seine Militärausrüstung modernisieren. Zugleich allerdings würden längerfristige Waffenkauf-Programme zurückgestellt wegen des niedrigen Ölpreises, der auf die Einnahmen der Staaten drückt, erläuterte Boeing-Manager Oliver vor Beginn der Luftfahrt-Messe in Dubai, die von Sonntag bis Donnerstag dauert. Boeing-Vertriebschef John Wojick räumte ein, dass die gesunkenen Treibstoffkosten einige Fluggesellschaften dazu bewegten, den Erwerb spritsparender Maschinen aufzuschieben. Dieser Effekt werde aber durch die positiven Effekte des Ölpreisrückgangs mehr als wettgemacht. 

(reuters/dbe)

Anzeige