Der US-Konzern Boeing kann Insidern zufolge auf einen Auftrag aus China im Volumen von 20,7 Milliarden Dollar hoffen. Mehrere Fluggesellschaften der Volksrepublik planten, insgesamt etwa 200 Exemplare des spritsparenden Kurzstreckenfliegers 737 Max beim Airbus -Konkurrenten zu kaufen, sagten zwei mit den Vereinbarungen vertraute Personen.

Die Aufträge müssen demnach noch von der Regierung genehmigt werden. Deswegen könnten die Namen der Kunden noch nicht genannt werden, hiess es.

Gesellschaften wie Air China, China Eastern Airlines und China Southern Airlines haben zwar schon die 737 in ihren Flotten. Es handelt sich aber um die ersten Bestellungen für die 737 Max aus China.

Chinas Markt wächst schnell

Das Modell konkurriert mit dem Airbus A320 neo, der ebenfalls mit neuen Triebwerken ausgestattet wird und einen billigeren Betrieb verspricht. Der europäische Konzern hatte im vergangenen Monat bekanntgegeben, für den Flieger 100 Bestellungen aus China vorliegen zu haben.

Die Volksrepublik ist der am schnellsten wachsende Flugzeugmarkt und könnte nach Einschätzung der beiden traditionellen Hersteller die USA in den kommenden 20 Jahren überholen. China entwickelt auch sein eigenes Kurz- und Mittelstreckenmodell, die Comac C919. Der Erstflug ist aber auf das Jahr 2015 verschoben worden.

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Boeing und Airbus kämpfen auch in anderen asiatischen Ländern um Grossaufträge. So verbuchten die Europäer in diesem Monat erstmals eine Bestellung von Japan Airlines. Der Auftrag für den Grossraumjet A350 hat ein Volumen von 9,5 Milliarden Dollar nach Listenpreisen. In der Regel werden bei Großaufträgen Rabatte gewährt.

(reuters/muv/aho)