Boeing schraubt die Produktion seines Verkaufsschlagers 737 in immer neue Rekordhöhen. Wegen der steigenden Nachfrage nach sparsameren Maschinen vor allem von Billigfliegern und wegen des Flugreise-Booms in Asien werde die jährliche Fertigung ab 2018 auf mehr als 620 dieser Kurz- und Mittelstrecken-Jets angehoben, kündigte der Airbus -Rivale am Donnerstag an.

Die Monatsproduktion soll demnach von 42 auf 52 Flugzeuge steigen. Das könnte die Wartezeit für Airlines um rund eineinhalb Jahre verkürzen. Boeing hat derzeit Aufträge für 4008 Maschinen der 737er-Reihe vorliegen. Bei gegenwärtiger Produktion müssten die Kunden fast acht Jahre warten. Bei der nun angepeilten Rate wären es nur noch knapp sechseinhalb Jahre.

Auch Airbus erwägt Erhöhung

Der Rivale Airbus erwägt eine Erhöhung der monatlichen Produktion seiner Konkurrenzserie A320 bis 2016 auf 46 Maschinen von derzeit 42. Später will der europäische Hersteller die Fertigung auf 50 Flugzeuge im Monat weiter steigern.

Airbus hat Ende September seine Prognosen revidiert. Der Flugzeughersteller sieht den Markt für Zivilflugzeuge in den nächsten 20 Jahren auf ein Gesamtvolumen von 4,6 Billionen US-Dollar anschwellen. Boeing hatte im Sommer die Prognose gestellt, dass sogar Jets im Wert von 5,2 Billionen US-Dollar in den kommenden zwanzig Jahren ausgeliefert werden.

Anzeige

Optimistischer Ausblick

Alle Flugzeugbauer zusammen würden in dieser Zeit 31’400 grössere Passagier- und Frachtmaschinen ausliefern, glaubt Airbus.

Damit gab  der grösste europäische Flugzeughersteller einen Ausblick, der 2000 Flugzeuge optimistischer ist als der des Vorjahres. Fluggesellschaften werden den Airbus-Schätzungen zufolge im Jahr 2033 rund 37’500 Jets in Betrieb haben. Derzeit sind es nur 18’500 Flugzeuge. Die Prognose bezieht sich dabei auf Maschinen mit einer Kapazität von mindestens 100 Passagieren. Den Passagierverkehr sieht Airbus jährlich um 4,7 Prozent zunehmen.

(awp/ise)