Die Flugzeugbauer Boeing und Airbus haben eine Überprüfung von Notsendern der US-Firma Honeywell angeordnet. Möglichst viele der weltweit 1200 mit den Peilsendern ausgestatteten Boeing-Maschinen sollten inspiziert werden, teilte der US-Konzern mit.

Innerhalb von zehn Tagen sollten die Fluggesellschaften Informationen melden, um den Aufsichtsbehörden bei der Entscheidung über nächste Schritte helfen zu können. Der europäische Konkurrent Airbus ging nicht ganz so weit. Es sollte aber überprüft werden, wie die Peilsender in die Jets eingebaut worden seine. Dabei handele es sich um eine reine Vorsichtsmassnahme, sagte ein Airbus-Sprecher. Es gebe bislang keine Kenntnis von Zwischenfällen mit den Geräten.

Erneut Ärger für Boeing

Mitte Juli war am Londoner Flughafen Heathrow ein parkender Boeing Dreamliner in Brand geraten. Als Ursache wird ein Peilsender von Honeywell vermutet. Diese Sender helfen nach einem Absturz bei der Ortung von Maschinen. Das Honeywell-Gerät ist in etwa 20 verschiedenen Flugzeugmodellen von Boeing und Airbus eingebaut.

Für Boeing bedeutete der Vorfall neuen Ärger mit seinem Prestigeobjekt Dreamliner. Denn wegen Batterieproblemen mussten die neuen Langstreckenflieger Anfang des Jahres monatelang am Boden bleiben. 

(tno/reuters)