Die Schweizer Börsenaufsicht spricht einen Verweis gegen Addex Therapeuticals aus. In Abschlüssen des Genfer Biopharmaunternehmens sind mehrere Fehler aufgetaucht.

Am 29. April 2015 veröffentlichte Addex den Jahresabschluss 2014. Dabei unterliess es das Unternehmen ein abschlägiges Gerichtsurteil aus Frankreich offenzulegen. Dazu wäre Addex verpflichtet gewesen, denn das Urteil vom 9. März taxierten die Börsenaufseher als «wesentliches Ereignis nach dem Bilanzstichtag».

Mangelhafte Angaben und Unstimmigkeiten

Die Öffentlichkeit erfuhr vom Urteil erst mit dem Halbjahresabschluss 2015. Bis dahin hatte die französische Steuerbehörde 1,2 Millionen Euro vom entsprechenden Treuhandkonto abgezogen. Zudem sei die Offenlegung zu Vorsorgeverpflichtungen im Abschluss mangelhaft gewesen, schreibt die SIX Exchange Regulation in einer Mitteilung am Donnerstag.

Auch im Halbjahresabschluss 2015 gab es Unstimmigkeiten. So wurde in der Erfolgsrechnung der Betriebsverlust wegen eines Rechenfehlers zu hoch ausgewiesen. Des Weiteren waren die Offenlegungen zur Segmentberichterstattung, zum Finanzergebnis sowie zu Vorsorgeverpflichtungen ungenügend.

Fehler korrigiert

Da es sich nicht um schwere Verstösse handelt, und die Gesellschaft in den vergangenen drei Jahren nicht bestraft worden ist, beliess es die Börsenaufsicht bei einem Verweis. Dieser sei von Addex akzeptiert worden. Die Fehler seien im Jahresabschluss 2015 korrigiert worden, beziehungsweise würden im Halbjahresabschluss 2016 korrigiert.

(sda/cfr/ama)