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Börsenbetreiber SIX will Wiener Paylife übernehmen

Six streckt die Fühler nach Österreich aus. (Bild: Keystone)

Die SIX hat ein Auge auf den österreichischen Zahlungsabwickler Paylife geworfen. Die Chancen für eine Übernahme sind intakt, noch ist der Deal aber nicht perfekt.

Von Jorgos Brouzos
am 06.03.2013

Die Börse wandelt sich immer mehr zum internationalen Finanzdienstleister. «In der Schweiz können wir nicht mehr stark wachsen. Doch im Ausland ist viel Potenzial vorhanden», sagt Niklaus Santschi, Chef der Zahlungsverkehrssparte bei SIX zur «Handelszeitung».

Deshalb hat das Unternehmen ein Auge auf den österreichischen Zahlungsabwickler Paylife geworfen. SIX möchte die Firma möglichst bald übernehmen. In Österreich ist von einem Verkaufspreis von rund 100 Millionen Euro die Rede. Die Schweizer bestätigen das Übernahmeangebot, äussern sich jedoch nicht zur Summe.

Die Mehrheit der Paylife-Aktionäre hat dem SIX-Angebot schon zugestimmt. Die österreichische Raiffeisen-Gruppe hat sich jedoch noch nicht entschieden. Sie hält rund 13 Prozent an Paylife und besitzt zudem ein Vorkaufsrecht. Dieses läuft in wenigen Tagen ab. Bis dahin müssen sich die Banken entscheiden, ob sie das Angebot der SIX annehmen. Santschi ist zuversichtlich, dass alle verkaufen wollen.

Der Schweizer Zahlungsdienstleister will in den nächsten zwei oder drei Jahren den Auslandanteil auf 50 Prozent steigern. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zahlungsverkehr soll von heute 650 Millionen auf rund 1 Milliarde Franken zulegen. «Wir haben uns bis 2015 zwei oder drei Akquisitionen zum Ziel gesetzt», sagt Santschi. Paylife wäre ein zentrales Element dieser Strategie.

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