Die Margen im globalen Wettbewerb der Finanzdienstleister sind hauchdünn. Auch die Börsenbetreiberin SIX Group steht unter einem Kostendruck. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass sie 60 Stellen streicht. «Kostendisziplin ist im heutigen Umfeld entscheidend», sagte SIX-Chef Urs Rüegsegger kürzlich gegenüber der «Handelszeitung» (siehe Interview unter «Artikel zum Thema» links).

Nun erwägt die Börsenbetreiberin den Wegzug aus der teuren Zürcher Innenstadt. Die SIX Group könnte ihre drei Stand orte zusammenführen und die Effizienz steigern. Daneben liessen sich die Mietkosten massiv senken. «Der Verwaltungsrat prüft mehrere Optionen», bestätigt SIX-Sprecher Alain Bichsel. Es seien verschiedene Gespräche geführt worden, und auch die Mitarbeitenden seien informiert worden, dass sie einen neuen Arbeitsplatz bekommen könnten.

«Der Verwaltungsrat wird im Laufe des nächsten Jahres einen konkreten Entscheid fällen.» Erwogen wird etwa, die rund 500 Beschäftigten aus dem Börsengebäude nach Zürich-West zu transferieren. Ein Umzug des Konzerns nach Zürich-West sei frühestens 2015 ein Thema, erklärt Bichsel. «Die räumliche Zusammenführung der drei Zürcher Standorte der SIX Group würde bei den betrieblichen Arbeitsabläufen Synergien schaffen.»

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Das heutige Börsengebäude gehört der Pensionskasse BVK des Kantons Zürich. Ihr Chef Thomas R. Schönbächler kommentiert die SIX-Pläne nicht; ebensowenig möchte er sich dazu äussern, was nach einem allfälligen Auszug der SIX Group mit dem Börsengebäude geschieht. «Zu bestehenden oder künftigen Mietverhältnissen können wir keine Auskunft geben», so Schönbächler.

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