Die Äusserungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke über die anziehende Inflation in den USA und die Spannungen mit dem Iran verstärken auch in der Schweiz die Unsicherheit vieler Anleger. Im Zuge der Turbulenzen verschlechtern sich ebenfalls die Aussichten für Börsenkandidaten: «Nach der Korrektur an den Aktienmärkten ist das Umfeld für Börsengänge in der Schweiz sicher anspruchsvoller geworden», sagt Martin Kesselring, Leiter Investment Banking Schweiz bei der UBS. Tatsächlich könnte die derzeitige Entwicklung am Aktienmarkt für künftige Publikumsöffnungen zum Zünglein an der Waage werden.

Mondobiotech kommt später

Eine Reihe von angekündigten Initial Public Offerings (IPO) hängt derzeit in der Schwebe. Bestes Beispiel ist der Versicherer Winterthur, der ab Mitte 2006 börsenreif sein soll. Nun sind von einem Verkauf bis zu einem weiteren Verbleiben bei der Credit Suisse alle Varianten möglich. Dabei ist die CS nicht die einzige Firma, die zögert: Die Beteiligungsgesellschaft HBM Bioventures will ebenfalls die richtigen IPO-Bedingungen abwarten, genauso wie das Flugzeugwartungs-Unternehmen SR Technics: «Wir starten noch in diesem Jahr, sofern die Marktbedingungen günstig sind», heisst es dort. Den Gang an die Swiss Exchange gar verschieben müssen Mondobiotech und Smart Telecom.