Es ist ein aussergewöhnlicher Vorgang: Das Medtech-Unternehmen Lifewatch selbst reichte bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma eine Anzeige wegen Verdachts auf Meldepflichtverletzung sowie ein Gesuch um Suspendierung von Stimmrechten und für ein Verbot von Zukäufen ein. Die Behörde prüft nun diese Anzeige. Das Gesuch um superprovisorische Suspendierung von Stimmrechten und für ein superprovisorisches Verbot von Zukäufen wies die Finma ab.

Décharge verweigert

Auf der Webseite der Lifewatch wird bisher über die Turbulenzen geschwiegen. Das Unternehmen, das sich früher Card Guard nannte, hat seine Wurzeln in Israel und sitzt heute in Schaffhausen. Es erzielte 2012 mit 490 Mitarbeitenden einen Umsatz von 80 Millionen Dollar. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 0,4 Millionen. Im Vorjahr hatte das Minus gar 31 Millionen Dollar betragen.

Beim Medtech-Unternehmen rumort es schon länger: Letztes Jahr verweigerten die Aktionäre der Lifewatch die Décharge.

(chb/se)