Die Immobiliengesellschaft Hiag hat im ersten Halbjahr 2014 einen starken Wachstumskurs eingeschlagen. Der Börsenneuling, die Aktien sind seit dem 16. Mai an SIX Swiss Exchange kotiert, hat den Liegenschaftsertrag um 6,8 Prozent auf 23,4 Millionen Franken gesteigert. Das Unternehmensergebnis lag bei 24,6 Millionen, darin eingerechnet sind Kosten von 1,5 Millionen aus dem Börsengang. Den Vorjahreswert gibt Hiag am Montag mit 12,8 Millionen an, der Gewinn pro Aktie wird mit 3,44 Franken beziffert.

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Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 30,6 Millionen Franken und war damit fast doppelt so hoch wie der Vorjahreswert. Dazu trug die erstmals unterjährig vorgenommene Neubewertung der Liegenschaften 16,2 Millionen bei, davon waren 0,4 Millionen auf Markteffekte zurückzuführen. Bereinigt um Neubewertungs- und Einmaleffekte stieg Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent auf 14,4 Millionen.

Wohnprojekt «Leuchtturm» Fertiggestellt

Das Liegenschaftsportfolio war den Angaben zufolge per Ende Juni mit 1,12 Milliarden Franken bewertet. Die Leerstandsquote des Immobilienportfolios sei um 15,1 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent reduziert wurden; im Bestandesportfolio habe die Leerstandsquote derweil um 1,9 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent zugenommen. Dies, weil das Projekt «Leuchtturm» am ehemaligen Spinnerei-Standort im Aathal vom Entwicklungs- in das Bestandsportfolio integriert worden sei und nach Fertigstellung noch Anfangsleerstände aufweise.

Die Gruppe sei mit einer Eigenkapitalquote von 53,3 Prozent «solide» finanziert und weise eine Eigenkapitalrendite von 8,5 Prozent aus, heisst es weiter. Auf EPRA-Basis habe die Eigenkapitalquote bei 57,8 Prozent gelegen.

58,1 Millionen Franken ins Portfolio investiert

Hiag hat in die Weiterentwicklung und Arrondierung des Portfolios 58,1 Millionen Franken investiert. Der bauliche Schwerpunkt lag in der Berichtsperiode den Angaben zufolge auf dem «Kunzareal» in Windisch, wo die Projekte «Spinnerei III» mit 50 Wohnungen im Stockwerkeigentum und «Spinnerkönig» mit 61 Mietwohnungen kurz vor der Fertigstellung stünden. Im zürcherischen Aathal seien zudem die Projekte «Leuchtturm» und «Gartenausstellung» fertiggestellt worden. In Biberist habe Hiag nach der Präsentation der langfristigen Vision «Papieri 2033» die Gespräche mit potenziellen Käufern der Produktionsanlagen intensiviert, heisst es weiter.

Nach dem Zukauf von 26'231 Quadratmetern der Cham Nord Immobilien sei Hiag heute die alleinige Grundeigentümerin im Gebiet «Cham Nord», so die Mitteilung weiter. Man verfüge über eine der grössten Baulandreserven in der Zentralschweiz mit einem Entwicklungspotenzial von ca. 200 Wohnungen sowie 25'000 Quadratmetern Büro- und Gewerbenutzung. Insgesamt liefen derzeit an sechs Standorten Vertragsverhandlungen über Vermietungen und Entwicklungen mit einem Mietzinspotenzial von rund 7,5 Millionen Franken.

Hohe Standortattraktivität der Schweiz

Hiag geht von einer planmässigen Entwicklung und Vermarktung ihrer langfristigen Immobilienpipeline aus und werde weiterhin Gelegenheiten nutzen, das Immobilienportfolio mit Entwicklungsarealen zu ergänzen. Die Kontakte mit Mietinteressenten zeigten weiterhin eine hohe Standortattraktivität der Schweiz. Insbesondere Unternehmen liessen sich in strategischen Standortentscheiden nicht von kurzfristigen Strömungen beeinflussen, so das Urteil des Unternehmens.

Das Unternehmen verfolge eine Dividendenpolitik, die darauf abziele, rund 35 Prozent bis 40 Prozent des konsolidierten Unternehmensergebnisses aus dem zur Verfügung stehenden Gewinn oder Reserven aus Kapitaleinlagen auszuschütten, was rund 4 Prozent des NAV gleichkommen würde.

(awp/lur)