Die SFS Group ist im ersten Semester 2014 im Kerngeschäft organisch gewachsen und hat die operative Ertragskraft deutlich gesteigert. Für das Gesamtjahr gibt sich der seit Anfangs Mai neu an der SIX kotierte Metallverarbeiter zuversichtlich und rechnet mit weiter steigenden Margen.

Der Umsatz im Kerngeschäft von SFS legte in den ersten sechs Monaten 2014 organisch - das heisst bereinigt um Währungs- und Devestitionseffekte - um 5,6 Prozent zu. Der ausgewiesene Umsatz, welcher auch die nicht zum Kerngeschäft zählenden und stark gesunkenen Handelsaktivitäten im Segment Engineered Components beinhaltet, nahm allerdings um 2,6 Prozent auf 645,2 Millionen Franken ab.

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Das für SFS zentrale Betriebsergebnis vor Amortisationen (Ebita) konnte dank eines überdurchschnittlichen Wachstums mit ertragsstarken Produkten um gut 11 Prozent auf 88,8 Millionen Franken gesteigert werden, die entsprechende Marge erhöhte sich damit auf 13,6 von 12,2 Prozent.

Erwartungen erfüllt bis klar übertroffen

Der Betriebsgewinn (Ebit) verbesserte um 19,4 Prozent auf 63,4 Millionen Franken, der Reingewinn dank tieferem Zinsaufwand gar um 23,3 Prozent auf 45,8 Millionen Franken, wie SFS am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt.

Mit dem ersten Semesterausweis hat SFS die Markt-Erwartungen bezüglich Umsatz und Ebita gut erfüllt, auf den Ebenen Ebit und Gewinn gar klar übertroffen.

Stagnierender Umsatz, bessere Marge erwartet

Im zweiten Halbjahr rechnet das SFS-Management mit vergleichbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die wirtschaftliche Belebung in Nordamerika dürfte anhalten, während die Lage in Europa fragil bleiben werde. Die Strategie der Gruppe bleibe auf die Wachstumstreiber in den Endmärkten Automobil, Aircraft, Mobiltelefon und Bauindustrie ausgerichtet. Kaum betroffen sieht sich SFS von den Handelssanktionen als Folge der Ukraine-Krise.

Insgesamt geht die Gruppe für das Gesamtjahr 2014 von einem stagnierenden Umsatz aus. Im Kerngeschäft - also ohne die Handelsaktivitäten im Segment Engineered Components - und bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungskreis und Währungseinflüsse wird dagegen mit einem anhaltenden Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent gerechnet.

Die Ebita-Marge sehen die Verantwortlichen im zweiten Halbjahr dank der saisonalen Umsatzbelebung und bei unterproportionalem Anstieg des Betriebsaufwandes nochmals leicht höher. Für das Gesamtjahr dürfte die Marge so in der Bandbreite von 14 bis 15 Prozent zu liegen kommen, so die Guidance.

(awp/vst/ama)