Die österreichische Halbleiterfirma AMS, die an der Schweizer Börse zu den grössten Kursgewinnern gehört, stellt sich neu auf. Sie baut den Schweizer Standort kräftig aus. Künftig werden 150 Millionen Franken Umsatz nicht mehr über die österreichische Zentrale, sondern über Rapperswil laufen.

«Dazu wird im nächsten Jahr die Holding in der Schweiz massiv ausgebaut», sagt Chefcontroller Martin Resch zur «Handelszeitung». In dieser Dachgesellschaft werde man sich in erster Linie um dieFinanzgeschäfte des Konzerns kümmern, welche etwa ein ausgeklügeltes Lizenzmodell vorsehen.

Internationale Finanzströme und Lizenzeinnahmen über Offshore-Gesellschaften werden dann von der hiesigen Holding operativ verwaltet und hierzulande zentralisiert. Der Standort wird mit diesem Schritt zum integralen Bestandteil umfangreicher Expansionspläne.

Das Designcenter in Rapperswil soll kontinuierlich mit zusätzlichen Ingenieuren aufgestockt werden. Die internationalen Vertriebsaktivitäten der Gruppe werden in Zukunft im sankt-gallischen Städtchen gebündelt. Zusätzliche 25 Vertriebsmitarbeiter sollen das Geschäft in Asien und den Vereinigten Staaten vorantreiben, bis zu 10 von ihnen werden ihren Stammarbeitsplatz in Rapperswil haben.

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Doch nicht nur in Rapperswil werden viele Millionen fliessen, auch in das österreichische Werk wird investiert. «In der Steiermark bauen wir für 10 bis 20 Millionen Euro aus», sagt AMS-Chef Heugle. Und auf den Philippinen wurde eine bestehende Fabrik für 12 Millionen Euro erweitert. «Mittelfristig werden wir möglicherweise in den USA eine Produktionsstätte kaufen», sagt Heugle.

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