Die Bank Julius Bär hat im Halbjahr einen Rückgang der verwalteten Vermögen und einen Gewinneinbruch erlitten. Gründe dafür sind die Frankenstärke respektive die Rückstellung für die erwartete Strafzahlung im Steuerstreit mit den USA.

An der Börse löst diese Nachricht eine kleine Verkaufswelle aus. Die Aktie eröffnete 3,3 Prozent tiefer. Danach folgte ein wilder Ritt: Nach 30 Handelsminuten lag das Minus noch bei rund 1,5 Prozent, nach 60 Minuten wieder bei minus 2,5 Prozent. Der Gesamtmarkt ist derweil leicht im Plus: Der SMI rückte 0,3 Prozent vor. In der Vorwoche war der Leitindex um 3,4 Prozent gestiegen.

Pharma-Werte an der Spitze

An der Spitze stehen die beiden Pharmawerte Novartis und Roche, die am Dienstag und Donnerstag Zwischenberichte vorlegen wollen. Sie gewannen 0,7 beziehungsweise 1,0 Prozent. Die Aktien der Biotech-Firma Actelion, deren Quartalsergebnis am Dienstag ansteht, haben sich kaum bewegt.

Die Zahlen von Julius Bär sind ein erster Indikator für die Entwicklung der übrigen grossen Schweizer Banken wie Credit Suisse und UBS, die in den kommenden Tagen ihre Zwischenberichte vorlegen. Die Titel der beiden Finanzschwergewichte sind leicht im Minus.

(reuters/ise/hon)