Der aktivistische Hedgefonds-Manager Rudolf Bohli äussert sich in einem Interview zu seinem Angriff auf die Credit Suisse (CS) sehr selbstbewusst. «Uns geht es darum, die Mehrheit der Investoren und das Management davon zu überzeugen, dass wir einen guten Plan im Interesse der Credit Suisse ausgearbeitet haben», sagt der 48-jährige Bohli «Schweiz am Wochenende». «Die Chance, dass das Management sich in irgendeiner Weise bewegen wird, ist extrem hoch.»

Die Credit Suisse habe verschiedene Baustellen, sagt er weiter. Die grösste Priorität habe mit Sicherheit ein Börsengang der Investmentbank in New York. Im Interview lässt er zudem anklingen, dass er mit dem Börsengang der Investmentbank zumindest teilweise zufriedenzustellen wäre, sollte sein Plan von der Grossbank nicht vollständig umgesetzt werden. Bohli will bekanntlich die Bank in drei Teile aufspalten.

Dieses Konstrukt hat Bohli «SKA 2.0» getauft

Letztlich solle sich die CS auf ihr ursprüngliches Kerngeschäft konzentrieren. Dazu zähle das klassische Schweizer Privat- und Firmenkundengeschäft und das Vermögensverwaltungsgeschäft, sagt Bohli. Dieses Konstrukt hat Bohli «SKA 2.0» getauft – in Anspielung auf den früheren Namen der CS. Die Investmentbank und das Asset Management gehörten nicht dazu.

(moh)