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Aktienbetrüger
Boiler-Room: Internationale Betrügerbande zerschlagen

Aktienbetrug in Spanien: Mehr als 100 Festnahmen.   Keystone

Eine internationale Boiler-Room-Bande ist in Spanien aufgeflogen. Die Ermittlungen dauerten Jahre und erstreckten sich auf mehrere Kontinente.

Veröffentlicht am 01.03.2014

Die spanische Polizei hat zusammen mit Ermittlern in anderen Ländern eine internationale Bande zerschlagen, die Kleinanleger in Grossbritannien und den USA um ihre Ersparnisse betrogen hatte. 108 Verdächtige wurden festgenommen.

Wie die spanischen Ermittler am Samstag mitteilten, wurden allein in Spanien 78 mutmassliche Mitglieder der Bande - 75 Briten und 3 Amerikaner - dingfest gemacht. In Grossbritannien, Serbien und den USA habe es 30 weitere Festnahmen gegeben.

Briten, Serben, Rumänen und Amerikaner

Allein im Jahr 2012 seien mehr als 5000 Menschen - überwiegend im Alter zwischen 60 und 70 Jahren - betrogen worden. Welche Geldsummen die Bande kassierte, wurde nicht mitgeteilt. An den Ermittlungen waren neben der spanischen Polizei auch Fahnder in Grossbritannien, Serbien, Rumänien und den USA beteiligt.

Die Organisation hatte nach Angaben des spanischen Innenministeriums ein Netz von kleineren Zellen mit Niederlassungen in Barcelona und Málaga sowie auf Mallorca gebildet. Mitglieder hätten sich als Manager von Investmentfonds ausgegeben und um Geldanlagen geworben, hiess es. Wenn das Ziel erreicht worden sei, habe die Bande ihre - zu betrügerischen Zwecken gegründeten - Scheinfirmen aufgelöst.

(sda/chb)

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