Der kanadische Zug- und Flugzeugbauer Bombardier streicht nach neuerlichen Verlusten etwa jeden zehnten Arbeitsplatz. 7000 Stellen sollen in den nächsten zwei Jahren wegfallen, davon allein 3200 bei der Zugsparte. Betroffen seien davon vor allem Kanada und Europa.

Damit werde die Stellenzahl an den Bedarf angepasst und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert, hiess es zur Begründung. Die in Deutschland ansässige Zugsparte Bombardier Transportation hatte 2014 weltweit 39'700 Beschäftigte, davon rund 1000 in der Schweiz. Bombardier baut in Villeneuve, Zürich und Winterthur Züge.

Zehn Prozent Umsatz eingebüsst

Der Umsatz der Zugsparte schrumpfte im vergangenen Jahr von 9,6 Milliarden auf 8,3 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank leicht von 469 Millionen Dollar auf 465 Millionen Dollar. Der Konzern hatte schon in den vergangenen Jahren immer wieder Stellen gestrichen.

Anzeige

Das Unternehmen verbuchte im abgelaufenen Jahr einen Umsatzrückgang um fast zehn Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand wegen immenser Abschreibungen ein Verlust von über 5,3 Milliarden Dollar, nachdem das Unternehmen schon im Jahr zuvor mit rund 1,3 Milliarden Dollar in die roten Zahlen geraten war. Auch ohne die Sonderbelastungen lief es schlechter als von Analysten erwartet. Für 2016 sieht Bombardier-Chef Alain Bellemare im operativen Geschäft kein Ende des Abwärtstrends.

Jets lassen hoffen

Hoffnung setzt das Management in die neuen Flugzeuge der C-Serie. Air Canada unterzeichnete eine Absichtserklärung zum Kauf von bis zu 75 Jets vom Typ CS300. Diese sind zu Listenpreisen rund 3,8 Milliarden Dollar wert. Sie sollen von 2019 an ausgeliefert werden.

(sda/reuters/cfr)