Bis 2018 will Bombardier in der Schweiz bis zu 167 Festanstellungen abbauen. Davon streicht der kanadische Flugzeug- und Zughersteller noch dieses Jahr zehn Arbeitsplätze am Standort Villeneuve VD und 31 in Zürich. Die Mitarbeitenden wurden am Freitag informiert.

Die Restrukturierung habe wie vorgesehen diesen Monat begonnen, teilte Bombardier der Nachrichtenagentur sda nach Abschluss des Konsultationsverfahrens mit. Mitarbeitende unter dem Gesamtarbeitsvertrag seien frühestens ab August betroffen. Die frühzeitigen Pensionierungen eingerechnet, streiche Bombardier dieses Jahr 45 Festanstellungen.

Weltweit 10 Prozent weniger Angestellte

Wie viel Personal im nächsten Jahr abgebaut wird, werde im Laufe des ersten Trimesters 2018 erneut mit Personalvertretern diskutiert, fügte Bombardier hinzu. Das Unternehmen glaubt, damit flexibel auf allfällige Veränderungen in den nächsten Monaten reagieren zu können.

Laut der Gewerkschaft Syna dürften von der Restrukturierung 98 Festanstellungen in Zürich und 35 in Villeneuve betroffen sein. Die Umstrukturierung der beiden Schweizer Standorte findet im Zusammenhang mit der umfassenden Reorganisation von Bombardier statt, welche der kanadische Konzern letztes Jahr angekündigt hatte. Weltweit sind davon 7500 Mitarbeitende betroffen, das entspricht zehn Prozent der gesamten Belegschaft.

Zukünftige Marktbedürfnisse

Bombardier rechtfertigt die Restrukturierung damit, die Struktur der Gruppe an zukünftige Marktbedürfnisse anzupassen. Der kanadische Konzern hatte bereits Anfang Juni angekündigt, bis zum nächsten Jahr etappenweise rund 650 Stellen in der Schweiz abzubauen. Davon entfallen gut 500 auf temporäre Stellen.

(sda/gku)

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