Nach dem Aus für Bosch Solar in Arnstadt arbeitet der Technologiekonzern Bosch unter Hochdruck an dem Verkauf seiner Solarstandorte. «Erste Priorität hat die Suche nach Käufern», sagte Bosch-Chef Volkmar Denner auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart.

Parallel werde die Möglichkeit geprüft, andere Bosch-Produktionen an die insgesamt drei Solarstandorte zu verlagern. Aus heutiger Sicht könne er aber noch nicht sagen, ob diese Lösung Erfolg habe. Bosch habe auch an vielen anderen europäischen Standorten noch Kapazitäten.

Standort Deutschland blutet am stärksten

Bosch hatte Ende März das Aus seiner Solarsparte verkündet. 3000 Stellen stehen auf dem Spiel, davon 1800 am grössten Solar-Standort in Arnstadt, die übrigen im französischen Vénissieux und in Brandenburg an der Havel. Laut dem Thüringer Wirtschaftsministerium gibt es mehrere Interessenten für das von der Schliessung bedrohte Arnstädter Solarwerk.

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Die Sparte hatte 2012 zu Milliardenabschreibungen geführt. Boschs operativer Gewinn brach um fast die Hälfte auf 1,3 Milliarden Euro ein. Solange der Betrieb aufrechterhalten werde, werde es auch weitere Belastungen geben, sagte Denner. In der Solarbranche sei derzeit kein Stopp des Preisverfalls abzusehen. Es sei aber noch zu früh, um Zahlen zu nennen.

(chb/tke/awp)