Das Schraubenhandels- und Logistikunternehmen Bossard hat im ersten Quartal 2014 einen Umsatz von 161,5 Millionen Franken erwirtschaftet, was einem Plus von 3,5 Prozent in Franken beziehungsweise 5,6 Prozent in Lokalwährungen entspricht. Profitiert hat das Unternehmen dabei vor allem von der guten Entwicklung in Europa und Asien.

Die Verschiebung der Währungsrelationen habe zur Folge gehabt, dass das Umsatzwachstum umgerechnet in Schweizer Franken geringer ausfiel als in Lokalwährung, teilt Bossard am Montag mit. Die Umsatz-Zahlen liegen damit unter den Erwartungen. Analysten waren im Konsens von einem Wert von 167,1 Millionen Franken ausgegangen. 

Nachfrage erholt sich

Die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2013 spürbare Erholung bei der Nachfrage in Europa hat sich fortgesetzt. Der Umsatz stieg um 8,0 Prozent oder 8,4 Prozent in Lokalwährung auf 106,5 Millionen Franken. Dabei haben alle Absatzregionen im Gebiet ein Wachstum verzeichnet.

In Asien lief es dem Schraubenhersteller ebenfalls gut. Der Umsatz stieg um 9,4 Prozent auf 21 Millionen Franken. In Lokalwährung liegt hingegen ein noch deutlicheres Wachstum von rund 17 Prozent vor. Mit Ausnahme von Indien hätten alle asiatischen Absatzländer ein Wachstum verzeichnet.

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Hoffnung durch Vertrag mit Tesla

Weniger gut entwickelte sich die Region Amerika. Der Umsatz liegt bei 34 Millionen Franken, was einem Minus von 11,2 Prozent entspricht. In Lokalwährung liegt das Minus bei 7,8 Prozent. Den Rückgang führt Bossard auf die schwächere Nachfrage eines Grosskunden zurück. Gleichzeitig hält die Gruppe fest, dass das erste Quartal 2013 sehr erfolgreich war, was teilweise auch saisonal bedingt gewesen sei. Aufgrund des jüngst abgeschlossenen Dreijahresvertrages über 140 Millionen US-Dollar mit dem Elektrofahrzeughersteller Tesla bleibt Bossard zuversichtlich, dass die rückläufigen Quartalszahlen im weiteren Jahresverlauf kompensiert werden können.

In den nächsten Monaten rechnet das Management von Bossard mit einer weiter anziehenden Nachfrage. Einerseits verweist die Leitung dabei auf die konjunkturelle Entwicklung, andererseits stimmen die verschiedenen Investitionen zuversichtlich. Insgesamt rechnet die Gesellschaft mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährung von 5 bis 8 Prozent.

(awp/me/sim)