Zur Abwehr einer feindlichen Offerte des kanadischen Pharmakonzerns Valeant bittet der Botox-Hersteller Allergan seine Aktionäre um Unterstützung. Die Amerikaner rieten nach Rücksprache mit ihren Banken den Eignern, ihre Anteilsscheine nicht an die Kanadier zu veräussern.

Goldman Sachs und die Bank of America Merrill Lynch hätten das rund 52 Milliarden Dollar schwere Gebot zuvor als finanziell unangemessen bezeichnet, teilte Allergan mit. Valeant bietet den Aktionären des Unternehmens aus dem kalifornischen Irvine 72 Dollar in bar und 0,83 Valeant-Aktien je Allergan-Anteilsschein.

Kanadier halten an Übernahme fest

Der kanadische Konzern hält unterdessen an seinen Übernahmeplänen fest. Valeant ist aber bereits mehrmals damit abgeblitzt. Der Konzern aus Quebec hatte sich mit Allergan-Grossinvestor Bill Ackman zusammengetan und war erstmals vor drei Monaten vorgeprescht. Mit Valeant und Allergan würden sich zwei mittelgrosse Gesellschaften zusammenschliessen, die beide in der Haut- und Augenmedizin aktiv sind.

Anzeige

An der New Yorker Börse fielen Allergan-Anteilsscheine um 0,3 Prozent auf 164,80 Dollar. Valeant-Papiere verbilligten sich um 0,6 Prozent auf 121,19 Dollar.

(reuters/chb)