Der kalifornische Botox-Hersteller Allergan setzt den Rotstift an und will weltweit mehr als jede achte Stelle streichen. Insgesamt plant der Spezialist für Schönheitsmedizin 1500 seiner rund 11'600 Arbeitsplätze abzubauen, wie das Unternehmen ankündigte. Der Sparkurs ist Teil eines Renditeprogramms, mit dem das Pharmaunternehmen seine Aktionäre von den Vorteilen seiner Eigenständigkeit überzeugen will. Allergan wehrt sich derzeit gegen eine feindliche Übernahme durch den kanadischen Arzneimittel-Hersteller Valeant. Der Konzern aus Quebec hatte sich mit Allergan-Grossaktionär Bill Ackman zusammengetan und will das Unternehmen für rund 51 Milliarden Dollar schlucken.

Gewinnsteigerung von 20 Prozent angestrengt

Mit dem Sparkurs will Allergan seinen Gewinn von 2014 bis 2019 um jährlich 20 Prozent steigern. Allergan erhöhte zudem sein Ergebnisziel für dieses Jahr: Nunmehr rechnet der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 5,74 bis 5,80 Dollar. Bislang wurden 5,64 bis 5,73 Dollar angepeilt. Im zweiten Quartal baute das Unternehmen, das neben dem Faltenglätter Botox auch Arzneien gegen Schuppenflechte und Augenkrankheiten herstellt, seinen Gewinn um 15,8 Prozent auf 418 Millionen Dollar aus.

(reuters/chb)