Der Freiburger Alu-Verpackungshersteller Boxal Schweiz wird geschlossen. Aus wirtschaftlichen Gründen entlässt das Unternehmen 54 Mitarbeiter. Bereits im September hatte der Mutterkonzern Exal Restrukturierungen seiner Abteilung in Freiburg angekündigt. 

Das sechsmonatige Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitern wurde mehrmals verschoben, bevor das Unternehmen sich nun gezwungen sah, die Weiterführung des Betriebs einzustellen, teilte Boxal nun mit.

Den Ausschlag gegeben, habe die schwächelnde Konjunktur und der starke Franken, wie es weiter hiess. Während der Konsultationsphase konnte das Personal Ideen einbringen, wie der Betrieb gerettet werden könnte. Das Unternehmen habe die Vorschläge sorgsam geprüft, kam aber zum Schluss, dass das Risiko einer Weiterführung zu hoch gewesen wäre.

In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Freiburg hat Boxal ausserdem versucht einen Käufer zu finden. Interessierte Investoren winkten jedoch wegen des hohen Risikos ab.

1935 gegründet

Im Verlauf der Konsultationsphase wurde mit den Angestellten ein Sozialplan ausgehandelt. Dieser wurde am 4. Dezember von der Belegschaft genehmigt. Die Entlassenen erhalten demnach sowohl finanzielle wie auch nichtfinanzielle Unterstützung.

Anzeige

Die Sozialpartner Angestellte Schweiz, Unia und Syna fordern nun in einer gemeinsamen Mitteilung, dass der Sozialplan korrekt angewendet wird. Ausserdem fordere man das Unternehmen auf, die Betroffenen aktiv bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle zu unterstützen.

Die 1935 gegründete Freiburger Firma Boxal Schweiz gehörte von 1963 bis 2004 zu Alusuisse. Dann wurde sie an die amerikanische Exal-Gruppe verkauft, die ihrerseits 2010 von einer kanadischen Pensionskasse übernommen wurde.

(tno/rcv/sda)
 

Auch diese Firmen streichen Stellen: