Über ein Jahr nach der schwersten Ölpest im Golf von Mexiko verlangt der britische Ölkonzern BP vom Erdöldienstleister Halliburton 20 Milliarden Dollar (rund 18,7 Milliarden Franken) Schadensersatz.

Dies geht aus am Montag bei einem Gericht in New Orleans eingereichten Unterlagen hervor. Nach der schwersten Ölpest in der US-Geschichte, die im April 2010 begann und mehrere Monate dauerte, laufen bereits mehrere Klagen. Auch gegen die Firma Transocean, die Betreiberin der Ölbohr-Plattform.

Vor allem BP und der US-Konzern Halliburton streiten sich darüber, wer an der Katastrophe die Hauptschuld trägt. Bei den Vorwürfen gegen Halliburton geht es darum, dass das Bohrloch auf dem Meeresgrund nicht sachgemäss abgedichtet und dabei möglicherweise minderwertiger Zement verwendet worden sei.

Bei der Explosion der Bohrinsel «Deepwater Horizon» waren elf Arbeiter ums Leben gekommen. Durch das Unglück entstand ein Leck am Bohrloch, aus dem über Wochen Erdöl ins Meer strömte. Mehrere Versuche, das Leck zu schliessen, schlugen zunächst fehl. Weite Teile der amerikanischen Golfküste wurden verschmutzt.

(chb/rcv/awp)

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