Das vor wenigen Tagen im Zürcher Kongresshaus abgehaltene Forum für Enterprise Content Management (ECM) wurde mit einem Panelgespräch zum Thema Knowledge Management abgerundet. Die Diskussion wurde von Clemente Minonne von Wissens-Management.ch geleitet. In Unternehmen müsse ein bestmöglicher Umgang mit der Ressource Wissen erreicht werden. Knowledge Management könne dies gewährleisten. Doch eine aktuelle Studie zeigt, dass nur die Hälfte der untersuchten Betriebe Knowledge Management betreibt. Doch: «85-90% aller Arbeitskräfte sind Kopfarbeiter», so Dietmar Treichel, Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IFK) in Luzern. Die Herausforderung besteht darin, durch die Nutzung dieses vorhandenen Wissens einen Wettbewerbsvorteil zu sichern oder sogar auszubauen. «Viele Unternehmen wissen nicht, wie sie das umsetzen sollen», so Thomas Frey, Direktor bei Infocentric Research. Es brauche deshalb in jedem Unternehmen einen Ansprechpartner. «Eine offene Kultur gegenüber Knowledge Management ist eine Voraussetzung, um eine ideale Lösung zu finden», ergänzt Matthias Koch von Scalaris.

«Knowledge Management ist bereits in vielen Unternehmen vorhanden», so Beat Knechtli von PricewaterhouseCoopers. Dies geschehe jedoch unbewusst und ungeordnet. Wissensmanagement müsse einen Beitrag zum Unternehmenserfolg beisteuern, sonst finde es keine Beachtung. «Wikis sind ein einfacher Weg, um Wissensmanagement umzusetzen», so Dorian Selz, CEO von Nektoon. Die Lancierung von Wiki-Internetplattformen habe sich bereits bei vielen Projekten bezahlt gemacht.