Man kann es wenden, wie man will: Der Chief Information Officer (CIO) ist längst nicht mehr der Herr über die Server-Landschaften und die Computer in einem Betrieb. Er ist auch Chief Innovation Officer und Businesspartner, ganz nach dem Leitmotiv, das sich mittlerweile in den Chefetagen der Grosskonzerne durchgesetzt hat: «First business, second technology.» Darin waren sich die Referenten des 4. CIO-Forums, organisiert von «Euroforum» und «Handelszeitung», einig. Sowohl Markus Riner (Swisscom) als auch Michael Merschroth (Siemens Schweiz) betonten die Wichtigkeit, das Business der Firma zu verstehen. Nur so fänden sich adäquate IT-Lösungen und könne eine Konzernstrategie erfolgreich umgesetzt werden. Exemplarisch verlief dies bei Dufry. Jordi Martin-Consuegra, Group IT Director beim Reise-Detailhändler, erläuterte, wie zunächst die Finanzinvestoren Wachstumspläne vorlegten und nun die IT sich diesen Zielen anpasst.

Ein Thema, das auf die CIO zukommt, ist viel mehr als nur ein Hype: Green-IT. Bernhard Aebischer (ETH Zürich), Marc Hechler (Zürcher Kantonalbank), Reto Lutz (UBS) und Daniel Rüthemann (IBM) verwiesen auf die steigenden Energiekosten und das Einsparpotenzial der Firmen bei einer umweltfreundlichen Beschaffung. Allerdings ist der Leidensdruck noch zu gering. Schliesslich lancierten Ursula Renold (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie), Peter Waser (Microsoft Schweiz) und Kurt Wehrli (UBS) ein Plädoyer für die IT-Berufe. Grund: War for talents und mangelndes Interesse der Jugendlichen an diesen Berufen. Gefordert seien insbesondere aber auch die Unternehmen.