Brasiliens Kartellwächter haben sechs Zementherstellern Strafen von insgesamt 3,1 Milliarden Real (890 Millionen Franken) aufgebrummt. Der vor kurzem mit dem französischen Rivalen Lafarge fusionierte Schweizer Holcim-Konzern muss mit umgerechnet knapp 148 Millionen Franken die zweithöchste Einzelbusse zahlen, wie aus der am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlichten Entscheidung hervorgeht.

Sie sieht ferner vor, dass die Unternehmen durch Geschäftsverkäufe Kapazitäten im Zement- und Betonmarkt abgeben. Zu ihnen gehört auch Brasiliens grösster Zementproduzent Votorantim, gegen den mit umgerechnet 410 Millionen Euro die höchste Strafe verhängt wurde, sowie der portugiesische Konzern Cimpor. Den Firmen werden illegale Preisabsprachen vorgeworfen. Einige von ihnen wollen die Entscheidung der Kartellbehörde Cade juristisch anfechten.

(reuters/me)