Dem weltgrössten Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev macht vor der geplanten Megafusion mit dem Branchenzweiten SABMiller die Wirtschaftskrise in Brasilien schwer zu schaffen. Im abgelaufenen Quartal sank der Bierausstoss konzernweit um 2,3 Prozent, wie der Hersteller von Marken wie Beck's, Budweiser und Corona am Mittwoch mitteilte.

Negative Wechselkurseffekte trugen dazu bei, dass der Umsatz sogar um zehn Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar zurückging. Der operative Gewinn verringerte sich um 12,7 Prozent auf 3,46 Milliarden Dollar. Beide Kennzahlen lagen unter den Erwartungen von Analysten. Die Aktie gab 2,8 Prozent nach.

Rabenschwarzes Quartal

Im rezessionsgeschüttelten Brasilien hat das von Jorge Lemann geführte Unternehmen ein rabenschwarzes Quartal hinter sich. Sein Bierabsatz brach in Lateinamerikas grösster Volkswirtschaft, wo AB InBev zwei Drittel des Marktes ausmacht, um zehn Prozent ein. Ausserdem schmälert die schwache Landeswährung Real die Erlöse. Unter Druck steht ferner das wichtige China-Geschäft. In den USA und Europa dagegen stellte das Management eine verbesserte Nachfrage fest.

Fusionspartner SABMiller (Pilsner Urquell, Fosters, Gambrinus), den AB InBev für mehr als 100 Milliarden Dollar übernehmen will, hatte zuletzt einen Absatzanstieg im vergangenen Jahr bekanntgegeben. Vom Zusammenschluss verspricht sich der Branchenprimus neue Absatzchancen in Lateinamerika und Afrika. Die Konzernführung setzt weiter auf einen Abschluss in der zweiten Jahreshälfte. Es gebe gute Fortschritte, die nötigen Genehmigungen der Wettbewerbsbehörden zu bekommen. Die Partner stellen dazu umfangreiche Geschäftsverkäufe in Aussicht.

(reuters/ise/ama)