Der Wirtschaftseinbruch in Brasilien trifft auch den weltweit drittgrössten Flugzeugbauer Embraer hart. Der Konzern muss wegen der Sparmassnahmen der Regierung die Entwicklung des neuen Militärtransporters KC-390 aufschieben.

Der erste Jet werde nun wohl frühestens 2018 ausgeliefert, teilte der Rivale von Airbus und Boeing am Donnerstag mit. Ursprünglich war Ende 2016 angepeilt. Die KC-390 ist die grösste Maschine, die der brasilianische Konzern je gebaut hat. Embraer ist vor allem für seine Geschäfts- und Regionalflieger bekannt, die auch in Europa oft eingesetzt werden.

Tiefere Prognose

Wegen der Ausgabenkürzungen der und der schwächeren brasilianischen Währung kappte Embraer seine Umsatzprognose für dieses Jahr um 300 Millionen auf 5,8 bis 6,3 Milliarden Dollar. Die Embraer-Aktie sackte am Donnerstag an der Börse um bis zu acht Prozent ab. Das war der höchste Tagesverlust seit vier Jahren.

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Die grösste Volkswirtschaft Lateinamerikas befindet sich in der schwersten Rezession seit einem Vierteljahrhundert. Die Regierung verschärfte zuletzt noch ihre Sparziele. Sie will damit auch verhindern, dass Staatsanleihen von den Ratingagenturen als Ramsch gewertet werden und sich damit die Schuldenaufnahme weiter verteuert.

(reuters/mbü)