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Bier
Brauerei Doppelleu wälzt China-Pläne

Philip Bucher: Der Doppelleu-Chef sieht Chancen im Ausland
Philip Bucher: Der Doppelleu-Chef sieht Chancen im AuslandQuelle: Gian Paul Lozza / 13 Photo

Vier Jahre nach der Gründung hat die Brauerei Doppelleu die Schweiz erobert. Nun prüfte sie Auslandsmärkte.

Von Michael Heim
am 27.06.2018

Nachdem die Winterthurer Brauerei Doppelleu mit ihrem Chopfab-Bier innert vier Jahren den Schweizer Markt erobert hat, prüft sie nun den Schritt ins Ausland. «Die Doppelleu-Linie liesse sich im Ausland sicher gut verkaufen», sagt Firmenchef Philip Bucher in einem Interview mit der «Handelszeitung».

Potenzial habe insbesondere auch die unlängst erworbene Marke «Boxer», die bereits früher Bier nach China exportierte. «Dieses Beziehungsnetz besteht noch immer», sagt Bucher. Es sei «eine Überlegung wert», wie man als Schweizer Marke den chinesischen Markt wieder aktiveren könne. «Wir wissen, dass da Potenzial besteht.» Bisher habe niemand wirklich getestet, wie gut sich die Swissness als Verkaufsargument für Bier eigne, sagt Bucher. «Vielleicht ist sie ja tatsächlich viel wert.»

Boxer ist «rentabel»

Mittlerweile sei Doppelleu die sechstgrösste Brauerei der Schweiz, sagt der Doppelleu-Geschäftsführer. Wie viel Bier die Brauerei produziert, will er nicht sagen. Durch die Fusion mit Boxer habe sich der Ausstoss jedoch verdoppelt. «Da haben sich zwei gleich grosse Partner gefunden.» Obwohl erst 2014 gestartet, schreibe die Brauerei bereits Gewinn. «Wir sind rentabel», sagt Bucher. «Und mit Boxer kam eine etablierte Brauerei dazu, die ebenfalls Gewinne schreibt.»

Übernahmeangebote habe die Brauerei bisher keine erhalten, sagt Bucher. Die Stärke von Doppelleu liege in der Unabhängigkeit. «Durch einen Verkauf würde Doppelleu geschwächt, daher ergibt dies für einen Käufer strategisch wenig Sinn.»

Absatztreiber Fussball

Viel verspricht sich Bucher von der laufenden Fussball-Weltmeisterschaft. Jeder spüre diese in seinen Absatzzahlen. «Wir beliefern ein Public Viewing in Zürich, das sicher Zusatzumsatz generiert», sagt Bucher.  «Aber die Leute trinken in diesen Zeiten auch sonst mehr Bier, weil sie zusammen mit Freunden die Spiele anschauen und den Abend vielleicht noch gemeinsam verbringen.»

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