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Brauerei Schützengarten mit zweitbestem Ergebnis der Geschichte

St. Gallens Stadtpräsident beim Anstechen eines «Gallus 612» der erfolgreichen Bier-Neukreation. (Bild: Keystone)

Die St. Galler Bierbrauer haben den Geschmack getroffen. Das Jahr mit dem Gallus-Jubiläumsgebräu wird als zweiterfolgreichstes in die Firmengeschichte eingehen.

Veröffentlicht am 20.11.2012

Die St. Galler Brauerei Schützengarten hat im Braujahr 2011/2012 das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt. Die Eigenproduktion der ältesten Schweizer Brauerei legte im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent, der gesamte Getränkeabsatz um 2,1 Prozent zu.

Nach dem leichten Rückgang im vergangenen Jahr hat die Brauerei Schützengarten den Absatz ihrer Bierprodukte im abgelaufenen Braujahr wieder steigern können, wie der neue Schützengarten-CEO Reto Preisig am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz in St. Gallen sagte. Insgesamt stiess Schützengarten 170'700 Hektoliter selbst gebrautes Bier aus.

Mit 133'500 Hektoliter legten die Handelsprodukte um 4,5 Prozent zu. Unter dem Strich resultiert ein Getränkeabsatz von 304'200 Hektoliter, was 2,1 Prozent mehr war als 2010/2011. «Damit erreichten wir einen neuen Rekordwert», sagte Preisig. Der Umsatz belief sich auf 77,5 Millionen Franken und stieg um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Keine Preiserhöhungen

Auch in der Ostschweiz verlagert sich der Bierkonsum von der Gastronomie zum Discounter. Die Gastronomie bleibe mit einem Anteil von 50 Prozent für Schützengarten aber ein bedeutender Absatzkanal, sagte Kurer. Ein Rekordabsatz konnte bei Veranstaltungen und Grossevents erzielt werden.

Im Gegensatz zu einigen Grossbrauereien verzichtete Schützengarten 2012 auf eine Preiserhöhung. «Mit den Preiserhöhungen wurden falsche Signale gesetzt», sagte Kurer.

Nischenprodukte mit Potenzial

Alle zwei bis drei Jahre bringt Schützengarten ein neues Produkt auf den Markt. 2009 lancierte die heute grösste eigenständige Schweizer Brauerei mit dem Hefeweizenbier «Weisser Engel» ihre erstes obergäriges Bier. Weizenbier sei in der Schweiz immer noch ein Nischenprodukt - allerdings mit Potenzial, sagte Schützengarten-Verwaltungsratspräsident Christoph Kurer.

Zum Gallusjubiläum kreierte Schützengarten ein besonderes Bier. Das Old Style Ale «Gallus 612» bezeichnete Kurer als Volltreffer. Nach dem Fassanstich auf dem St. Galler Klosterplatz im April 2012 kam es bald zu Lieferengpässen. «Gallus 612» bleibt über das Jubiläumsjahr hinaus im Sortiment.

Zum Nachfolger von Ernst Zingg wurde Reto Leutenegger bestimmt. Er stiess Anfang Oktober zum Unternehmen und wird im Januar 2013 die Verkaufsdirektion übernehmen. Die Brauerei Schützengarten beschäftigt 229 Miarbeitende.

(tke/aho/sda)

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